Was passiert in der Gruppentherapie?

Eine Sitzung dauert 100 Minuten. Sie ist in mehrere Abschnitte mit unterschiedlichen Inhalten gegliedert: z.B. 

  • Eingangsrunde
  • "Workshop" (Erarbeiten von Wissen und Strategien, oft mit Arbeitsblättern, Austausch von Erfahrungen)
  • gemeinsame Übungen oder Übungen, in der eine Person im Mittelpunkt steht
  • Bearbeitung eines selbst gewählten Anliegens einer Fokuspatientin / eines Fokuspatienten in der Gruppe
  • Auflockerungsübungen
  • Abschlussrunde

Außerdem vereinbaren wir Aufgaben, mit denen Sie sich außerhalb der Therapiesitzung auseinandersetzen (z.B. Arbeitsblätter ausfüllen, neue Strategien üben)

Gruppentherapie privat Privatpraxis
Gruppentherapie

Ablauf

Der Einstieg in eine Gruppentherapie erfolgt genau wie bei der Einzeltherapie: Zunächst finden Einzelsitzungen statt, um herauszufinden, ob eine Psychotherapie angezeigt ist und ob die Gruppe zu Ihnen passt. Außerdem erarbeiten wir Grundlagen, damit zur ersten Gruppensitzung alle Teilnehmenden auf dem gleichen Stand sind.

In dieser Zeit wird die Gruppentherapie bei Ihrer Beihilfestelle oder Krankenkasse beantragt.

Auch während der Gruppentherapie finden gelegentlich Einzelgespräche statt. Zu Beginn regelmäßig, später nach Bedarf. 

Ist Gruppentherapie etwas für mich? 

Wenn Sie den folgenden Aussagen zustimmen, könnte eine Gruppentherapie, wie ich sie anbiete, etwas für Sie sein:
 

  • Ich bin neugierig auf Gruppentherapie und kann mir vorstellen, dass sie hilfreich für mich sein könnte.


  • Ich habe keine akuten Suizidgedanken. Wenn solche Gedanken auftreten sollten, bin ich bereit und in der Lage, dies dem Therapeuten mitzuteilen.


  • Ich habe keine akute substanzbezogene Problematik (Abhängigkeit oder missbräuchlicher Konsum).


  • Ich bin bereit, in der Gruppe offen über mich und meine Probleme zu sprechen.

 

  • Ich bin bereit, mich näher auf meine Gefühle einzulassen, auch dann, wenn ich das bisher eher vermeide.


  • Ich möchte bestimmte Verhaltensweisen bei mir ändern und bin bereit, hierfür auch zeitweise unangenehme Gefühle in Kauf zu nehmen.


  • Ich bin bereit und in der Lage, mir regelmäßig außerhalb der Therapiesitzungen Zeit zu nehmen, um Übungen zu machen und neue Dinge auszuprobieren ("Hausaufgaben").


  • Ich könnte in der Gruppe bleiben, wenn unangenehme Gefühle aufkommen oder es zu Konflikten kommt. Ich würde es schaffen, den Therapieraum nicht zu verlassen.


  • Ich bin bereit, etwas, das mich in der Gruppe stört oder belastet, bei meinen Mitpatient:innen oder im Einzelgespräch beim Therapeuten anzusprechen.


  • Ich gehe respektvoll mit anderen Menschen um, auch dann, wenn ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen kann oder anderer Meinung bin als sie. 


  • Ich spreche mit meinen Mitpatient:nnen wertschätzend über andere Gruppenmitglieder, auch dann, wenn mich bei ihnen etwas stören sollte. 

LGBT*- freundliche Praxis